Beiträge von Walter

    PV und Speicher habe ich inzwischen, WB auch, EV6 fehlt ungewollt noch.

    WP ist mein nächstes Ziel, benötige aber erst mal Beratung, was noch geht. Will weg vom Gas (Meine Brennwerttherme ist 26 Jahre alt und es gibt keibe Ersatzteile mehr🥺).

    Das mit SmartGrid liest sich spannend, ist für mich aber momentan noch nicht voll zu erfassen, was es bedeuten würde, es anzuwenden. Da muss ich mich erst noch belesen, oder der Walter kommt im Urlaub mal vorbei ;)

    SmartGrid kann in der Praxis bedeuten: wenn Energie billig ist (im Extremfall bekomme ich Geld dafür) lade ich meinen Speicher um wenig Geld. Ist Energie auf Grund der Tageszeit teuer, verwende ich Energie aus meinem Speicher mit 4 Rädern. Oder als Schlitzohr sogar dem EVU um teures Geld verkaufen. Darum wehren sich alle Versorgungsunternehmen dagegen, da könnten sich Millionengewinne verkleinern. So könnte ich immer in billigen Zeiten meine Energie verbrauchen, bzw. mich selbst versorgen. Deshalb war V2L beim EV6 auch am Anfang verlockend. Und die Angst vor dem großen Black Out ist schon kleiner.

    Auch meine Brennwerttherme war 20 Jahre als, auch keine Ersatzteile mehr verfügbar, daher der Umstieg. Ist im wahrsten Sinn des Wortes "wärmstens" zu empfehlen? Heizkosten für Haus 150m2 Wohnfläche € 200,00 und WW € 50,00 pro Jahr dank der PV.

    Ganz genau so sieht es hier in D leider aus. Ein Kollege hat eine PV-Anlage, die fast 20 Jahre alt ist, da lohnt sich die Einspeisevergütung noch, gut, das Ding war dann auch wesentlich teurer als heute....mir geht es aber nicht darum, die PV-Anlage wirtschaftlich zu betreiben, sondern das ist mein bescheidener Beitrag zur Energiewende (und so wie es leider gerade aussieht, habe ich alles richtig gemacht).

    Ich hatte fast die gleichen Ansätze wie du zur Entscheidung der PV. Auch ich wollte meinen Beitrag leisten, und wollte eigentlich einen Mehrstufenplan umsetzen. Anschaffung PV, Umstellung von Gas auf WP, E-Auto, alles im Jahresrhythmus. Aber dann wurde es gleichzeitig WP und PV, halbes Jahr später EV6 bestellt, den ich nun den 6. Monat fahre, war ja in den Top Five der Besitzer. Habe keinen einzigen Schritt bereut, in Zeiten wie diesen schon gar nicht.

    Ich habe alle Anlagen nach dem letzten Stand der Technik bestellt, ich selbst komme ja aus dem Bereich der Elektrotechnik und habe möglicherweise mehr Verständnis für diese Technik.

    Das Zauberwort dabei ist SmartGrid, also intelligentes Netz. PV und Akku sind bereits normal, aber ich habe einen zusätzlichen Speicher mit 77 kWh auf 4 Rädern vor der Tür stehen, und kann ihn eben noch nicht nutzen. Da legen sich die EVU noch quer. Aber meine Wallbox, WP kann schon Smartgrid, sogar meine Waschmaschine. Sinn ist es, den Verbrauch in die energieschwachen Zeiten zu legen, dann, wenn Strom im Überfluss da ist. Das ist in der Nacht, am Wochenende, aber auch mittags, wenn die PV und Windräder gut einspeisen. Ich wechsle nach Ablauf der Bindung meines Vertrages mit Garant-Tarif (noch 8,xx ct/kWh)zu einem Anbieter, der mir tagesaktuell den Überschuss mit 34 ct abnimmt, in den billigen Zeiten heize ich auch um 1 Grad höher, produziere Warmwasser auf Vorrat. Und das vollautomatisch! Und zu den teuren Energiezeiten habe ich Warmwasser in Mengen, mein Auto voll geladen und einen wärmeren Hintern als sonst.

    Der Energiemarkt ist bei uns in AT völlig liberalisiert, daher habe ich die Möglichkeit. Ich kaufe den Strom zu Börsenpreisen der EPEX (Stromgroßhandelsbörse in Paris), mein EVU-Smartmeter weiß diese Preise aus dem Internet, verrechnet mir jede Stunde den aktuellen Preis. Den kennt aber auch meine Wallbox, der kann ich eine Preisobergrenze eingeben, bis zu der geladen wird, wenn es teurer wird, macht sie Pause.

    Und zu guter Letzt: wenn Sonntag Mittag, die Sonne scheint kräftig, ebenso viel Wind geht, also Alternativenergien voll produzieren, aber wegen Sonntag keine Abnehmer da sind, dann gibt es einen Minuspreis. Heißt, ich bekomme Geld dafür, dass ich Strom abnehme! Natürlich vollautomatisch!

    Auch ich habe nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen das ganze veranstaltet, aber im Laufe der Zeit ergeben sich die Möglichkeiten der Liberalisierung des Energiemarktes, die ich aus Hobby auch mitnehmen möchte. Somit gehe ich davon aus, dass bei uns das bessere Umfeld für solche Gedankengänge ist. Und bei einem Hobby Geld zu sparen, ist doch schön. Möchte aber betonen, nicht geizig zu sein, auch gute Technik hat ihren Preis! ;)

    Oder schlechtes Land :) Es ist leider in Deutschland zentral festgelegt.


    EVCC unterstützt leider eine Fahrzeugseitige Steuerung nicht, ich sollte eine andere Lösung finden. (Mit Smart-Aktoren, Timer oder neues Wallbox kaufen, oder per App)

    Sorry, wenn das so ist! Aber das spricht doch gegen alle Regeln der freien Marktwirtschaft! Wenn es nicht so hart klingen würde, sollte man das "Energiediktatur" bezeichnen, ist ja ein Monopol.

    Andere Länder, andere Sitten, ist halt mal so.


    Nochmals zu deinem Problem: du hast ja eine Anlage eines namhaften Herstellers, und um eine perfekte, funktionierende Lösung zu finden, würde ich eine WB, kompatibel zu deinem Hersteller mit möglicher Überschusseinspeisung anschaffen. Musst halt in den sauren Apfel beißen und Geld in die Hand nehmen, aber du wirst sicher zufrieden sein, wenn es funktioniert. Und deine WB auf einem Marktplatz anbieten. Ist halt leider so, dass die Freude an einem günstigen Preis immer kürzer ist als der Ärger über ein falsches Produkt. Aber leider weiß man vieles erst zu spät, weiß ja oft gar nicht, was man alles berücksichtigen muss.

    Da du ein SmartMeter in der PV hast, kann man sicher über Bus die Daten in eine analoge Form über einen Schaltaktor umsetzen, aber das halt nur zu einem voreingestellten Ladestrom. Freaks werden jetzt sicher eine bessere Lösung finden, aber auch das wird teuer. Da ist die einfachere Lösung mit neuer WB mit automatischer Steuerung der Ladeleistung sicher die bessere Alternative. Vor allem bedenke, dass du deinen Eigenverbrauch erhöhen musst, bei den Einspeisevergütungen, da liegst du ja völlig richtig.

    Mach das Beste daraus, die Entscheidung liegt bei dir! ;)

    Was ist PTC?

    Die Wärmepumpe ist für die Heizung im Innenraum zuständig und sollte den Akkuverbrauch reduzieren?


    Sorry, Elektro ist Neuland für mich

    Hier braucht sich niemand zu entschuldigen, wenn er einmal nichts weiß oder auch nur sicher zu sein! Ist auch keine Schande, nachzufragen, gibt ja keine blöden Fragen, bestenfalls blöde Antworten! Also, frag weiter, wie heißt es so schön: Hier werden sie geholfen! ^^

    Danke dir, für deine aufmunternde Antwort! :)

    Ich bekomme als Einspeisevergütung 6.66 ct/kWh!^^ Es lohnt sich für mich also immer, den eingenen Strom selber zu verbrauchen, naja, dafür ist die Anlage auch angelegt: 14kWh peak für das Haus, inkl. Luft-Wasser-Wärmepumpe und EV6. Die Anlage läuft jetzt gut einen Monat und bisher bin ich schwer begeistert.

    Ich habe an Verbrauchern eine ähnliche Konfiguration (WP, EV6, Klima, Poolheizung) aber nur 8,5 kWp. Dach ist halt nicht größer. Habe letztes Jahr trotzdem 3.000 kWh verkauft, 3.600 kWh zugekauft, bei 14 kWp wirst du daher noch mehr verkaufen als ich. Aber 6,66 ct? Ich denke, du hast einen schlechten Stromliefervertrag, der den Preis der verkauften Energie nicht den heutigen Gegebenheiten anpasst. Ich habe da einen Floating-Tarif im Auge. Mit dem Hintergrund, wird Energie teurer, zahle ich auch mehr dafür, aber mit 14 kWp bist du ja "Selbstversorger", kommst kaum in die Verlegenheit, zukaufen zu müssen. Aber das kannst du mit den "Gewinnen" aus dem Energieverkauf bei über 34 ct ja gutmachen. Solltest du nach einem Betrieb von 1 Verrechnungsjahr kontrollieren. Macht mir Spaß, so etwas zu berücksichtigen, ansonsten müsste ich Geld kaufen...

    uzi

    Die Frage, die sich aber der Praktiker sofort stellt, muss aber doch kommen.

    Was macht der JB, wenn er auf 6 A eingestellt ist, dann vom Netz genommen wird und nach einer halben Stunde wieder neu startet. Hat er sich die letzte Einstellung von eben diesen 6 A gemerkt oder startet er in der "Werkseinstellung"?, allenfalls mit 16 A, was deinen Überschuss bei weitem überschreiten würde Solltest du mal ausprobieren, bevor du dich darauf verlässt.

    Also, 6 A einstellen, abstecken, halbe Stunde liegen lassen, wieder anstecken und max. Leistung kontrollieren.

    Tervo

    Ja, genau so stellt man sich die Überschussladung vor! Scheint auch genial zu funktionieren, wie man aus der Kurve sieht. Bin schon mal gespannt, wie viele bereits jetzt zu überlegen beginnen, sich eine PV anzuschaffen. Die Kurven bestätigen einfach, wie sich Überschussladung bezahlt macht, auch wenn man im Gegenzug den "Gewinn" des Stromverkaufs verliert, bei uns in AT momentan immerhin 34,85 ct/kWh. Aber Laden ist ja auch kein Dauerzustand. Und noch schöner ist es eben, wenn sich die Ladeleistung der WB an den Überschuss anpasst, notfalls auch halt nur 1-phasig zu laden beginnt. Genial :)

    Was ist PTC?

    Die Wärmepumpe ist für die Heizung im Innenraum zuständig und sollte den Akkuverbrauch reduzieren?


    Sorry, Elektro ist Neuland für mich

    Der PTC wurde ja bereits erklärt. Ergänzend dazu Wärmepumpe: effiziente Heizung, funktioniert umgekehrt zu einem Kälte Kompressor wie im Kühlschrank, du erzeugst damit Wärme. Du investierst eine elektrische Leistung von 1 kW, erhältst aber ca. 3 kW an Wärme. Beim PTC ist das Übersetzungsverhältnis aber nur 1:1. Das Übersetzungsverhältnis heißt dann COP. Dieser COP ist mir aber beim EV6 unbekannt! Kann sein schlechter, kann sein besser. Nur als Beispiel: ich heize mein Haus mit einer Wärmepumpe (hat die gleiche Funktion) mit einem gemessenen und dokumentierter COP-Zahl von 3,37. Heißt daher, ich investiere 1 kW (noch dazu aus einer PV) und bekomme als Heizleistung von 3,37 kW.

    Und genau aus dem Grund verbraucht die WP weit weniger Energie, belastet meinen Akku weniger, erhöht somit in Folge die Reichweite. Ist doch gut, oder? ;)